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Bildunsgberatung: Beratungskonzept VIVA

Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung findet bei vielfältigen Anlässen und unter sehr unterschiedlichen Rahmenbedingungen statt. Jedoch lassen sich unabhängig von Anlässen und Rahmenbedingungen – basierend auf einem gemeinsamem Beratungsverständnis und gleichen Zielen von Beratung – Qualitätsstandards für gute Beratung beschreiben.

Stehen gemäß dieser Ziele von Beratung die Ratsuchenden und die Herstellung von Handlungsfähigkeit im Fokus, stehen Berater- und Beraterinnen bei der Aneignung von Beratungskompetenz vor zwei zentralen Herausforderungen:

  • Das Einlassen auf einen Perspektivenwechsel sowie 
  • die Entwicklung von Verstehenskompetenz.

In gemeinsamer Arbeit mit Prof. Dr. Joachim Ludwig (Universität Potsdam) wurde das Beratungskonzept VIVA in die Weiterbildung integriert. Sie bietet Beratern und Beraterinnen eine eigene methodische und instrumentelle Orientierung im Rahmen des Beratungsprozesses. Das VIVA-Beratungskonzept nach Prof. Dr. Joachim Ludwig beschreibt den Prozess einer pädagogischen Beratung im Sinne einer Fallarbeit.

Der Beratungsprozess besteht – entsprechend seines Namens – aus vier Schritten:

  • Verstehen durch die Beratenden
  • Interpretationen anbieten und Gegenhorizonte eröffnen
  • Verstehen durch die Ratsuchenden
  • Alternative Handlungsmöglichkeiten schaffen

Verstehen ist die zentrale Leistung im Beratungsprozess. Sie muss sowohl von den Beratenden als auch von den Ratsuchenden erbracht werden – und zwar dialogisch.

Beratung ist also eine Interaktion, die im Falle des Gelingens zwei Verstehensprozesse umfasst:

  • Beratende müssen die Situation der Ratsuchenden verstehen, also insbesondere deren Handlungs- und Lernproblematik.
  • Ratsuchende müssen die stellvertretenden Deutungsangebote der Beratenden verstehen, damit sie ihre ursprüngliche Sicht auf die problematisch gewordene Lebenssituation verändern können.

Auf diese beiden Verstehensleistungen wird mit den zwei „V“ im Kürzel VIVA verwiesen, als Basis eines soliden Erfolges.

Das „I“ steht für Interpretationen anbieten und Gegenhorizonte eröffnen und bedeutet, dass weitere Perspektiven und Sichtweisen in die Reflexion der Handlungsproblematik eingebracht werden.

Das „A“ steht für Handlungsalternativen (oder Möglichkeiten) – nicht Ratschläge – die gesammelt werden und ein Feld von Handlungsmöglichkeiten fü r die Ratsuchenden darstellen.

 
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